Kardiologie Basel
Kardiologie Basel
Kontakt | Drucken
Kardiologie Basel Patientenseite Invasive Kardiologie Nichtinvasive Kardiologie Elektrophysiologie Elektrophysiologische Untersuchung Radiofrequenzablation Herzschrittmacher-
implantation und -kontrolle
Implantierbare Cardioverter Defibrillatoren (ICD) Kardiale Resynchroni-
sationstherapie (CRT)
Elektrokardiogramm Elektrokonversion Genetische Abklärung Vorhofflimmern Herzinsuffizienz, Transplantation Ambulante Kardiologie Links Invasive Kardiologie Nichtinvasive Kardiologie Elektrophysiologie Herzinsuffizienz, Transplantation Forschung Spezial-Sprechstunden Rehabilitation

Herzschrittmacherimplantation und –kontrolle

Warum kann ein Herzschrittmacher notwendig werden?

Störungen der Reizbildung bzw. -leitung können sowohl im Sinus- als auch im AV-Knoten auftreten. Der Sinusknoten selber kann zu wenige Impulse abgeben (kranker Sinusknoten) oder es können in den AV-Knoten gelangende Impulse nur unregelmässig an die Hauptkammern weitergeleitet werden (AV-Blockierungen). Dies führt zu einer der jeweiligen körperlichen Aktivität nicht angepassten Herzfrequenz mit Beschwerden wie Atemnot, Schwindel oder sogar zu Ohnmachtsanfällen.

 

Wer benötigt einen definitiven Herzschrittmacher?

  • Patienten mit höhergradigen Formen eines AV-Blocks
  • Patienten mit ungenügendem Anstieg der Herzfrequenz bei Belastung
  • Patienten mit kurzzeitig oder völlig fehlender Sinusknotenaktivität (Asystolie)
  • Patienten mit sehr langsam auf die Hauptkammer übergeleitetem Vorhofflimmern

Operationsvorgehen

Der Schrittmacher wird in örtlicher Betäubung, verbunden mit der Gabe intravenöser Schmerz- und Beruhigungsmittel und somit ohne Vollnarkose implantiert. Im Bereiche des rechten oder linken Brustmuskels wird ein ca. sechs Zentimeter langer Schnitt gesetzt und eine Vene, über welche die Sonde(n) unter Röntgendurchleuchtung in die rechte Hauptkammer und/oder in die rechte Vorkammer vorgeschoben werden, verwendet. Nach Verankerung der Sonden und Prüfung einer optimalen Sondenlage werden die Sonden festgenäht und an den Schrittmacher angeschlossen. Danach wird der Hautschnitt verschlossen. Am Tag nach der Operation wird mit einem Röntgenbild die korrekte Lage der Sonden und des Schrittmachers dokumentiert. Darauf erfolgt die definitive Programmierung entsprechend den individuellen Bedürfnissen des Patienten. Während zwei Wochen sollte der betroffene Arm geschont werden, um ein einwandfreies Einwachsen des Schrittmachers und der Sonden zu gewährleisten.

Sie können damit rechnen, dass Sie am Tag nach der Operation bereits wieder ohne Probleme nach Hause gehen dürfen. Die Operation wird auch von betagten Patienten sehr gut toleriert.

Nachkontrollen

In regelmässigen Abständen muss der Schrittmacher kontrolliert werden. Dies erfolgt mit einem speziellen Programmiergerät und einem auf die Haut aufgelegten Abfragekopf (Telemetriekopf). Dabei kann die Batteriespannung und das Herzfrequenzverhalten abgefragt werden. Der Herzschrittmacher dabei wird auf seine korrekte Funktionsweise überprüft, wobei gegebenenfalls Anpassungen an der Programmierung vorgenommen werden können. Diese Kontrolle dauert 15-30 Minuten und erfolgt normalerweise einmal pro Jahr.


Kardiologie, Bereich Medizin, Universitätsspital Basel – Petersgraben 4, CH-4031 Basel