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ElektrokardiogrammHolter-EKG (auch 24h-EKG oder Langzeit-EKG genannt)
Über 3 auf der Brustwand aufgeklebte Elektroden wird während 24 Stunden kontinuierlich ein EKG aufgezeichnet, unabhängig davon, ob Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt während der Aufzeichnung Beschwerden bzw. Herzrhythmusstörungen haben oder nicht. Gründe für ein Holter-EKG sind in der Regel vom Patienten verspürte Herzrhythmusstörungen, Pulsaussetzer, unklare Ohnmachtsanfälle sowie die Beurteilung des Herzfrequenzverhaltens bei Vorhofflimmern. Die Untersuchung wird ambulant durchgeführt, spezielle Vorbereitungen sind nicht nötig. Damit der Arzt bei der Auswertung einen zeitlichen Zusammenhang zwischen Herzrhythmusstörungen und Ihren Beschwerden erfassen kann, müssen Sie ein möglichst genaues Tagebuch führen, in dem Sie Ihre körperlichen Tätigkeiten sowie allfällige Beschwerden mit der entsprechenden genauen Uhrzeit eintragen. Event-Recorder/R-Test
Üblicherweise wird ein Event-EKG angeordnet, wenn aufgrund der Vorgeschichte zu vermuten ist, dass die Herzrhythmusstörungen nicht mehrmals pro Tag, sondern deutlich seltener auftreten, da damit die Trefferquote der Untersuchung höher ist. Im Unterschied zum Holter-EKG speichert das Event-EKG die Herzaktion nicht kontinuierlich sondern nur bei Ereignissen, die vordefiniert und in das Aufzeichnungsgerät programmiert wurden (zum Beispiel sehr langsame oder sehr schnelle Pulsphasen). Zudem können Sie über einen speziellen Knopf das Gerät auch selbständig aktivieren, wenn er zu einem gewissen Zeitpunkt Symptome verspürt. Das genaue Führen eines Tagebuches ist beim Event-EKG weniger wichtig als beim Holter-EKG. Sie tragen das Event-EKG maximal sieben Tage. Bei der Körperpflege muß darauf geachtet werden, dass sich die Elektroden nicht ablösen; duschen mit entsprechender Vorsicht ist möglich, hingegen muss von baden abgeraten werden. Da das Gerät üblicherweise nur etwa die Größe einer Zündholzschachtel aufweist, kann es im Alltag problemlos getragen werden. Belastungs-EKG/ErgometrieWann wird dieser Test angewendet?Hauptsächlich wird ein Belastungs-EKG zum Ausschluss oder zur Erfassung einer koronaren Herzkrankheit durchgeführt. Besteht aufgrund von Symptomen wie Angina pectoris oder unter gewissen Umständen auch Atemnot sowie vorhandenen kardiovaskulären Risikofaktoren der Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit, kann eine Ergometrie die erste sinnvolle Abklärung sein. Auch bei beschwerdefreien Patienten mit durchgemachtem Herzinfarkt, Personen in besonderen Berufsgruppen (z.B. Piloten, Bus- und Zugführer usw.) und als Kontrolle des Therapieerfolges nach Bypassoperation oder Koronardilatation wird die Ergometrie durchgeführt. Bei uns wird die Belastung auf dem Hometrainer oder auf einem speziellen Laufband unter Beisein eines Arztes und einer kardiologischen Assistentin vorgenommen. Welche Fragen kann man mit dem Belastungs-EKG beantworten?Finden sich im Belastungs-EKG bei eher leichterer Belastung schon Hinweise für Durchblutungsstörungen, wird in der Regel die Durchführung einer Herzkatheteruntersuchung empfohlen. Wird hingegen im Belastungstest eine hohe Leistung erbracht, ohne dass Beschwerden, EKG-Veränderungen oder schwerwiegende Rhythmusstörungen auftreten, besteht eine günstige Prognose, hier müssen meistens keine weiteren Abklärungsschritte unternommen werden. Das Puls- und Blutdruckverhalten unter Belastung liefert zusätzliche wertvolle Informationen zur optimalen Therapiewahl, besonders für Patienten mit schwachem Pulsanstieg unter Belastung sowie für Patienten mit Neigung zu hohem Blutdruck. Wie wird das Belastungs-EKG durchgeführt?
Wie beim Ruhe-EKG wird über angebrachte Elektroden am Brustkorb und an den Extremitäten ein 12-Kanal-EKG abgeleitet, wobei die Aufzeichnungen während verschiedener Belastungsstufen verglichen werden. Die Untersuchungszeit beträgt 30- 45 Minuten, die reine Belastungszeit dauert abhängig von der Leistungsfähigkeit ca. 8- 12 Minuten. Der Belastungstest wird abgebrochen bei limitierenden Symptomen wie Brustschmerzen oder Atemnot oder bei Erschöpfung. Bringen sie bitte für die Untersuchung bequeme Kleider, allenfalls auch Ihre Sportkleider und Turnschuhe mit, damit Sie sich gut belasten können. Teilen Sie uns bitte auch mit, wenn Sie wegen Rücken-, Hüft- oder Knieleiden nicht oder nur für kurze Zeit Velo fahren können, damit wir Ihnen das Laufband vorbereiten können. Leider können wir Ihnen nach der Untersuchung keine Duschgelegenheit anbieten. |
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